Diskusfutter

Diskusfische stammen aus den südamerikanischen Gewässern von Brasilien und Peru, werden als „Grasfresser“ eingestuft und sind in der freien Natur unentwegt auf der Nahrungssuche. Diskusfische sind verhältnismäßig große Zierfische mit einem seitlich zusammengedrückten Körper und einem kleinen Magen und kurzen Verdauungstrakt. Ihr kleiner Magen kann nur kleine Mengen an Nahrung festhalten wodurch es leicht zu einer Überfütterung der Fische kommen kann. Dies kann gefährlich werden und selbst leichte Verstopfungen können zu schwerwiegenden Problemen führen. Diskusfutter sollte darum abwechslungsreich sein und dabei alle notwendigen Nährstoffe enthalten.

Diskusfische füttern kann zu einer Herausforderung werden und, obwohl Sie im Prinzip mit fast allem eiweißreichen Fischfutter ernährt werden können, sind Sie gegenüber neuem, unbekannten Diskusfutter sehr mißtrauisch und vorsichtig. Mitunter kann es bis zu 4 Wochen dauern bis Sie neues Futter annehmen und sich in der Zwischenzeit aushungern. Dies ist natürlich alles Andere als gesund, insbesondere bei jungen Exemplaren. Darum ist es wichtig um sich schon beim Kauf der Fische nach der Art ihrer Ernährung zu erkundigen und Sie von ihrer gewöhnlichen Nahrung eventuell langsam an eine andere Art von Diskusfutter zu gewöhnen. Dabei sollte man keinesfalls die „Hungertechnik“ anwenden, sondern besser das Ihnen bekannte Diskusfutter mit dem Neuen vermischen und sie so langsam, ohne Risiko auf Gesundheitsschäden, mit dem neuen Futter vertraut machen.

Diskusfische sollte man abwechslungsreich mit mehreren unterschiedlichen Sorten an Diskusfutter ernähren.

  • Flockenfutter und Granulat: Flockenfutter und Granulat bekannter Hersteller enthalten alle notwendigen Nährstoffe und Vitamine und sind leicht an die Fische zu füttern. Vor der Fütterung sollte man das Trockenfutter in Wasser aufquellen lassen. Einerseits weil Es so leichter auf den Aquariumboden sinkt (Diskusfische suchen ihre Nahrung in mittlerer Höhe und auf dem Boden des Aquariums) und andererseits weil das Futter anders im Fischmagen aufquillt, was besonders bei Jungtieren problematisch werden kann.
  • Lebendfutter: Diskusfische sind Raubfische und lieben darum lebendes und bewegendes Futter. Lebendfutter hat jedoch auch einige nicht zu unterschätzende Nachteile. Zum einen besteht das Risiko daß Lebendfutter Parasiten und Krankheitskeime enthält, was im schlimmsten Fall zum Tod der Fische führen kann, und zum Andern ist Lebendfutter teuer und nur begrenzt haltbar. Lebendes Diskusfutter besteht aus roten und weißen Mückenlarven, Artemia oder Blutwürmer. Anfänger in der Diskushaltung sollte besser auf Lebendfutter verzichten. Die Nachteile und Risiken sind weit größer als dessen Vorteile.
  • Frostfutter: Wer auf Lebendfutter verzichten will sollte Dies durch Frostfutter, bzw. eingefrorenes Lebendfutter, ersetzen. Frostfutter gibt es in vielen Sorten, wie z.B. Wasserflöhe, Mückenlarven (rote, weiße und schwarze), Artemia, Garnelen, Rinder- oder Putenherz. In Bezug auf Rinder- und Putenherz gibt es unterschiedliche Meinungen. Manche Diskushalter schwören auf diese Art von Diskusfutter, während Andere meinen daß Dies ein unnatürliches und auch gesundheitschädliches Futter sei. Auf die Frage ob man Frostfutter vor der Fütterung wohl oder nicht auftauen sollte, gibt es ebenfalls geteilete Meinungen. Diskushalter Die ihren Fischen nicht aufgetautes Frostfutter verabreichen argumentieren daß so keine Nährstoffe verloren gehen, während Andere meinen daß tiefgefrorenes Diskusfutter zu Verdauungsproblemen und Magen- und Darmerkrankungen führen kann.

Wie schon erwähnt sollte man Diskusfische nicht überfüttern. Als Faustregel dabei gilt daß man Ihnen besser etwas zuwenig als zuviel Diskusfutter gibt. Diskusfische sind langsame Esser und man sollte Ihnen nur soviel Futter geben wie Sie in etwa 5 Minuten aufessen können. Zuviel Futter kann zu einer Überfütterung und den damit einhergehenden Problemen führen und nicht verbrauchte, faulende Futterreste auf dem Aquariumboden können Ursache von Krankheiten und Parasitenplagen werden.